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23.03.2012

Ein Haus der Geschenke - 15 Jahre Freiwilligen Zentrum

Seit 15 Jahren besteht das Freiwilligen Zentrum des Caritasverbandes für die Region Mönchengladbach-Rheydt e. V. nun schon. Gleichzeitig gehört die Stadt Mönchengladbach zu den ausgewählten Pilotkommunen im Projekt „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“ des Landes NRW. Zwei Anlässe – eine Veranstaltung: Gemeinsam luden Stadt und Caritasverband jetzt ins „Haus der Erholung“ ein, um mit engagierten Akteuren aus Politik, sozialen Organisationen, Wirtschaft und Bürgerschaft das Thema „Zukunft Bürgerkommune und die Rolle des Freiwilligen Zentrums“ zu diskutieren.

Frank Polixa brachte es auf den Punkt: „Das Freiwilligen Zentrum ist ein Haus der Geschenke“, sagte der Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Mönchengladbach-Rheydt. Freiwillig engagierte Bürgerinnen und Bürger schenkten anderen etwas sehr Wertvolles: Zeit.

Die Bilanz des Freiwilligen Zentrum könne sich sehen lassen, fügte Polixa vor rund 120 Gästen hinzu. In den 15 Jahren seit der Gründung hätten die Mitarbeiter rund 2.500 Bürgerinnen und Bürger beraten und rund 1.650 Menschen in eine freiwillige Tätigkeit vermittelt. Drei Viertel von ihnen engagierten sich in Einrichtungen außerhalb des Caritasverbandes. Hinzu kamen zahlreiche Projekte, wie etwa das bundesweit beachtete Projekt „Funambulus“, bei dem psychisch kranke Menschen in einer freiwillige Tätigkeit vermittelt wurden. Darüber hinaus fördert das Freiwilligen Zentrum das soziale Engagement von Unternehmen. Polixa: „Ohne die engagierten Bürger und ohne das Freiwilligen Zentrum wäre das soziale Leben in Mönchengladbach ärmer.“

Das sah auch Oberbürgermeister Norbert Bude so, der die Förderung des Ehrenamtes in Mönchengladbach zur Chefsache erklärt hat. Er freute sich darüber, dass die Stadt nun zu insgesamt zehn Pilotkommunen im Landesprojekt „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“ gehört. Sie wollen in einer Entwicklungswerkstatt kreative Lösungen und Rahmenbedingungen erarbeiten, die das freiwillige Engagement noch stärker fördern. „In Mönchengladbach finden Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung schon in vielen Bereichen statt. Doch in Zukunft möchten wir uns taktisch noch besser aufstellen und noch mehr Menschen für das Ehrenamt begeistern“, sagte Bude. Dabei spiele das Freiwilligen Zentrum eine wichtige Rolle.

Mönchengladbach sei auf einem guten Weg, bestätigte Andrea Hankeln, Referatsleiterin im NRW-Familienministerium. Ziel des Projektes sei es, dass die beteiligten Kommunen eine eigene Engagement-Strategie entwickeln. Dafür gebe es keine Blaupause. Die Referatsleiterin erinnerte daran, dass das Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach bei seiner Gründung 1997 eine der ersten Einrichtungen dieser Art unter dem Dach der Caritas war. „Bürgerschaftliches Engagement kann sich nur in der Zusammenarbeit verschiedener Akteure gut entfalten“, sagte Andrea Hankeln. Vernetzung sei deshalb eine unabdingbare Voraussetzung für die Gestaltung einer engagementfreundlichen Stadt. Die Freiwilligen Zentren hätten gezeigt, dass sie ein guter Partner in der Vernetzung seien, betonte die Referentin.

Jubiläum FWZKonkrete Beispiele für freiwilliges Engagement schilderten in der abschließenden Diskussionsrunde der Mönchengladbacher Unternehmensberater Dr. Jörg von Wienskowski vom Medien- und IT-Netzwerk „mitMG“ sowie Eugen Godoj, Pastoralreferent der Pfarre St. Vitus und Mitbegründer des Projekt FridA, bei dem Freiwillige immobile ältere Menschen begleiten. Mit dem Leiter des Freiwilligen Zentrums, Aloys Bushuven, Oberbürgermeister Bude und Ministeriums-Vertreterin Andrea Hankeln diskutierten sie unter der Leitung von Moderator Georg Maria Balsen die Zukunftsperspektiven des Freiwilligen Zentrums und der Bürgerkommune.

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