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15.06.2013

Gemeinsam etwas Gutes tun

Kapelle renoviert, Loch gebuddelt, Spaß gehabt: Bei der 72-Stunden-Aktion des BDKJ engagierten sich Rheydter Pfadfinder im Caritaszentrum Rheydt – das soziale Projekt war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.

Fabian Stappens Hände sehen nach harter Arbeit aus: Seine Finger sind mit Schwielen übersät – die letzten beiden Tage haben Spuren hinterlassen. Gemeinsam mit seinen Kameraden hat der 15-Jährige ein großes Loch im Garten des Caritaszentrums Rheydt gegraben. Hier entsteht eine Zisterne. Andere Kinder und Jugendliche des Stamms Scheuburg der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg haben gleichzeitig die Kapelle des Altenheims neu gestrichen. Insgesamt sind während der Aktion rund 25 Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadis, Rover und Leiter des Stammes in der Einrichtung des Caritasverbandes im Einsatz.

Vollen Einsatz zeigten Valentin Syben, Fabian Stappen und Adrian Jansen (von links) vom Stamm Scheuburg der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg bei der 72-Stunden-Aktion: Im Garten des Caritaszentrums Rheydt buddelten sie gemeinsam mit ihren Kameraden ein großes Loch für eine Zisterne. Außerdem renovierte die Gruppe die Kapelle des Hauses.
 

„Ich helfe einfach gern“, sagt Fabian, der schon bei der vorherigen 72-Stunden-Aktion vor vier Jahren dabei war. Die Schwielen machen ihm genauso wenig wie seinem Freund Adrian Jansen. „Der Reiz dieser Aktion liegt darin, dass wir mit anderen zusammen etwas Gutes tun. Wir können hier gemeinsam etwas für die alten Menschen erreichen“, meint Adrian. Die Gemeinschaft ist den beiden 15-Jährigen sehr wichtig. „Es ist einfach eine schöne und sinnvolle Art, seine Freizeit zu verbringen“, erklärt Fabian.

Dabei erfuhren sie erst beim Start der 72-Stunden-Aktion, welche Aufgabe sie übernehmen sollten. Die Pfadfinder waren eine von drei so genannten „Get-it-Gruppen“, die sich überraschen lassen wollten. In einem Paket fanden sie ihre Mission. Dazu erhielten sie einen symbolischen Riesen-Schlüssel für das Caritaszentrum, den ihnen dessen Leiterin Eveline Hensen und Haustechniker Falk Otte überreichten.

Die beiden Mitarbeiter des Caritasverbandes hatten fachkundige Unterstützung für die Aktion gewonnen: Der Mönchengladbacher Malermeister Norbert Jansen stellte als Projektpate nicht nur sämtliche Materialien für die Kapellen-Renovierung zur Verfügung, sondern auch einen erfahrenen Mitarbeiter, der die Kinder und Jugendlichen anleitete. So erstrahlte die Kapelle schon bald in neuem Glanz – einschließlich der Holzdecke, die nun weiß statt braun gestrichen ist und viel freundlicher wirkt. „Der Funke zwischen Kindern und Erwachsenen sprang schnell über“, berichtet Pastoralreferent Frank Seeger-Hupperten, der die 72-Stunden-Aktion in Mönchengladbach koordinierte.

Für die Zisterne im Garten des Caritaszentrums sollten die Pfadfinder noch eine Sonderaufgabe erfüllen: Eine Handpumpe musste her. Die beiden Leiter David Schwalm und Nicolas Kucharzyk zogen in ihrer Kluft los – und wurden fündig: Die Filialleiterin eines Baumarktes schenkte den beiden jungen Männern eine grüne Pumpe. „Der gute Zweck hat sie überzeugt und die Tatsache, dass wir so gut angezogen waren“, erzählt David Schwalm lächelnd.

Als Dankeschön für die hervorragende Arbeit lud das Caritaszentrum die Pfadfinder zum Grillen ein. „Es war total schön“, bilanziert Leiterin Eveline Hensen. Sie findet die Aktion „genial, um die Solidargemeinschaft zu pflegen“. Die Anlage des Brunnens und die Renovierung der Kapelle will sie demnächst in einem gemeinsamen Gottesdienst mit den engagierten Mädchen und Jungen und den Bewohnern des Caritaszentrums feiern.

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