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18.03.2021

Neuer Vorstand des Bundesverbandes Hausnotruf steht vor großen Aufgaben

Die Interessenvertretung der Hausnotrufdienste in Deutschland setzt auf Digitalisierung in der Pflege und leistungsgerechte Vergütung.

Der Bundesverband Hausnotruf e.V., die Interessenvertretung der Hausnotrufanbieter in Deutschland, hat einen neuen Vorstand. Nach der Wahl durch die Mitgliederversammlung am 17. März berief das sechsköpfige Gremium die bisherigen Vorsitzenden Matthias Langer und Matthias Sandrock für eine zweite Amtszeit. Langer, Leiter des Geschäftsbereichs Ambulante Angebote bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., und Sandrock, Geschäftsführer des privaten Hausnotrufanbieters BeWo-Begleitet Wohnen GmbH, leiten den Interessenverband seit seiner Gründung vor zwei Jahren.

„Wir haben in zwei Jahren Bundesverband Hausnotruf e.V. viel erreicht, eine schlanke und schlagkräftige Geschäftsstelle aufgebaut, die Mitgliederkommunikation verbessert und unsere Anliegen in die Politik getragen“, so der Vorsitzende Matthias Langer: „Auf dieser Infrastruktur und diesen Kontakten wollen wir in der zweiten Amtszeit aufbauen.“ Der Vorsitzende Matthias Sandrock würdigte das Zusammenspiel von Wohlfahrtsverbänden und privaten Hausnotrufanbietern im Bundesverband: „Uns ist wichtig, dass wir alle Mitglieder, ob groß oder klein, mitnehmen können.“

Weitere Mitglieder des neugewählten Vorstands sind Dr. Frank Becker (Malteser Hilfsdienst gGmbH), Waltraud Grusemann (Caritasverband Region Mönchengladbach e.V.), Dr. Bettina Leonhard (Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.) und Till Nagelschmidt (DRK Rettungs- und Einsatzdienste Düsseldorf gGmbH).

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Waltraud Grusemann ist Mitglied des neugewählten Vorstandes im Bundesverband Hausnotruf e.V.
Foto: Caritasverband
 

Die Wahl stand im Mittelpunkt der 4. Mitgliederversammlung, die wegen der Corona-bedingten Einschränkungen als Videokonferenz stattfand. Beherrschendes Thema der Tagung war neben der Vorstandswahl der Stand der Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV), der Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Gegenstand der Verhandlungen sind ein neuer Rahmenvertrag zwischen den Mitgliedern des Bundesverband Hausnotruf e.V. und dem GKV-SV, der den veränderten gesetzlichen Regelungen im Hilfsmittelbereich entspricht, sowie eine erweiterte und aktualisierte Berücksichtigung von Hausnotrufsystemen im Pflegehilfsmittelverzeichnis des GKV-SV. Dieses definiert die zugelassenen Geräte und Aufgaben des Hausnotrufs sowie die Leistungsansprüche der Nutzer gegenüber den gesetzlichen Versicherungen. Es gelte, so die einmütige Auffassung der Mitgliederversammlung, sowohl bei den verzeichneten Pflegehilfsmitteln als auch bei der Leistungsabrechnung mit den Kassen endlich den fortgeschrittenen Stand der Digitalisierung zu berücksichtigen. Der Bundesverband Hausnotruf e.V. fordert zudem eine bessere Vergütung der Hausnotrufdienste, um den gestiegenen Kosten für bspw. Dokumentationsaufwand Rechnung zu tragen.

Die Vertreterin des GKV-Spitzenverbands Carla Meyerhoff-Grienberger betonte in ihrem Grußwort an die Mitgliederversammlung die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Hausnotruf e.V. In Anspielung auf die aktuelle Impfstoffdiskussion sagte die Referatsleiterin Hilfsmittel beim GKV-SV: „Auch die Hausnotrufe können Leben retten, aber ohne Risiken und Nebenwirkungen.“

Der Bundesverband Hausnotruf e.V., gegründet im März 2019, repräsentiert mehr als 95 Prozent aller Hausnotruf-Dienstleister. Neben den großen Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Caritas und Volkssolidarität sind im BV HNR e.V. auch viele private Anbieter vertreten, darunter BeWo-Begleitet Wohnen GmbH und Sonotel gGmbH. Der Verband formuliert Strategien zur Weiterentwicklung von Qualitätsstandards, Funktionalität und technischem Fortschritt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, politisch und gesellschaftlich beste Rahmenbedingungen für die Hausnotrufdienste zu schaffen, um älteren und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu dieser wichtigen Unterstützungsleistung zu ermöglichen. Der Bundesverband Hausnotruf e.V. vertritt die Interessen seiner derzeit 33 Mitgliedsorganisationen und -unternehmen gegenüber den Kranken- und Pflegeversicherungen sowie gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Gesundheitswesen und versteht sich zugleich als Interessenvertretung aller Menschen, die auf Betreuung zu Hause angewiesen sind.

Die Hausnotrufdienste ermöglichen es rund 1 Million pflege- oder hilfsbedürftigen Menschen in Deutschland, in ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu bleiben. Indem der Hausnotruf im Notfall schnelle Hilfe vor Ort sicherstellt, ist er geeignet, die rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland zu entlasten, die zu Hause ihre Angehörigen pflegen. Mehr als 90 Prozent der Nutzer zeigen sich in jährlichen Befragungen durch die Träger regelmäßig „sehr zufrieden“ mit dem Hausnotruf.

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Kontakt:
Heike Stieg
Geschäftsstelle
Bundesverband Hausnotruf e.V.
Lützowstraße 94, 10785 Berlin
Mobil 01520/4109855
heike.stieg@bv-hausnotruf.de

www.bv-hausnotruf.de
 

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