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02.04.2013

Schauen, ob´s passt - Caritas warb gezielt um Berufs-Wiedereinsteigerinnen

 

Mönchengladbach. Dass der Caritasverband für die Region Mönchengladbach-Rheydt ein interessanter Arbeitgeber ist, zeigte er beim „Großen Bahnhof für Wiedereinstieg" im Haus Erholung: Während der Veranstaltung der Mönchengladbacher Allianz für Alleinerziehende zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf informierte die Caritas über ihre Beschäftigungsangebote für Wiedereinsteigerinnen.

 

Demnächst wird Beby Nyangwile ein Praktikum im Caritaszentrum Neuwerk absolvieren. Die Kongolesin ist Altenpflegerin und sucht Arbeit. Seit sechs Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Deutschland, 2003 war sie aus dem Kongo nach Belgien gezogen. Beim „Großen Bahnhof für Wiedereinstieg" lernte sie Ralf Berchter, den Leiter des Caritaszentrums Neuwerk, kennen. Die beiden wurden sich schnell einig: „Frau Nyangwile soll einfach mal einige Wochen reinschnuppern und dann schauen wir, ob´s passt", sagte Berchter. Er sucht für seine Senioreneinrichtung derzeit dringend Altenpflegerinnen, da im Frühjahr drei Mitarbeiterinnen in Rente gehen. Außerdem will er eine Wohnbereichsleiterin einstellen.

 

Da war Berchter beim „Großen Bahnhof" richtig, denn im Haus Erholung herrschte tatsächlich ein großer Bahnhof. Mehr als 40 Aussteller, darunter Beratungsstellen, Qualifizierungs- und Bildungsträger sowie familienfreundliche Unternehmen, waren vertreten. Fast 500 Besucherinnen und Besucher kamen. Sie konnten direkt Kontakte zu Arbeitgebern knüpfen und sich über freie Stellen in der Region informieren. Daneben gab es einen Bewerbungsmappencheck und die Chance, im „Job-Speed-Dating" Vorstellungsgespräche zu üben.

 

Zusammen mit Ralf Berchter stand Georg Bronheim, Leiter des Caritas-Pflegedienstes, am Stand des Caritasverbandes für Gespräche zur Verfügung. „Wir möchten Berufs-Wiedereinsteigerinnen gewinnen und hier mit potenziellen Bewerberinnen in Kontakt kommen", erläuterte er. Dazu müsse der Verband auch bereit sein, über flexible Arbeitszeitsysteme nachzudenken. Bronheim nannte ein Beispiel: Mit einer allein erziehenden Mitarbeiterin im ambulanten Pflegedienst hat er vereinbart, dass sie im ersten Jahr nur in der Woche arbeitet. Gleichzeitig sollte die Frau nach Möglichkeiten suchen, ab dem zweiten Jahr auch an Wochenenden arbeiten zu können.

 

Bronheim weiß, dass solche Regelungen zu Konflikten im Team führen können. „Hier müssen wir um Verständnis werben und deutlich machen, welchen Mehrwert ein solches Modell für den Arbeitgeber und das gesamte Team hat", sagte er im Haus Erholung. Denn eines ist für ihn klar: Langfristig werde auch die Caritas Probleme haben, genügend Fachkräfte zu gewinnen.

 

Am Ende des „Großen Bahnhofs für Wiedereinstieg" zogen Georg Bronheim und Ralf Berchter ein positives Fazit: „Unsere Teilnahme hat sich gelohnt. Wir sind mit rund 30 Interessentinnen ins Gespräch gekommen", berichteten sie.

 

 Bild

Während des „Großen Bahnhofs" kamen Georg Bronheim und Ralf Berchter
mit zahlreichen Berufs-Wiedereinsteigerinnen ins Gespräch.

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