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02.11.2012

Gladbach gewinnt mit guten Geschäften

„Gladbach hat gewonnen“, freute sich Frank Polixa am Ende des ersten Mönchengladbacher Marktplatzes, den die Katholische Liga im Theater im Gründungshaus (TIG) veranstaltete. Der Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Mönchengladbach-Rheydt konnte ein bemerkenswertes Ergebnis verkünden: 115 Vereinbarungen zwischen Unternehmen und sozialen Organisationen kamen bei der Aktion unter dem Motto „Gladbach gewinnt“ zustande.

Demnächst schickt Stefan Rauschen einen Mitarbeiter mit einer besonderen Mission durch Mönchengladbach: Er verteilt das Jahresprogramm der Familienbildungsstätte. Rauschen, Inhaber einer Wach- und Schließgesellschaft, stellt dafür ein Auto und das Personal zur Verfügung. Im Gegenzug unterstützt ihn die Familienbildungsstätte bei einem Sommerfest für seine Mitarbeiter und veranstaltet einen Kochkurs.

Rauschen war einer von über 50 Unternehmern, die auf dem Marktplatz mit rund 50 gemeinnützigen Organisationen „gute Geschäfte“ machten. Gehandelt werden durften Sachmittel, Ideen, tatkräftige Unterstützung, Know-how und gegenseitige Leistungen. Nur eines war tabu: Geld. Rund 15 Ehrenamtliche „Makler“ brachten die Partner zusammen und halfen beim Formulieren der Vereinbarungen, die von „Notaren“ in Empfang genommen und gegengezeichnet wurden. Der Handelswert der 115 guten Geschäfte beträgt 90.100 Euro.

Foto: Balsen

Die Handelspartner hatten sich in Workshops auf die Teilnahme am Marktplatz vorbereitet. Einige von ihnen machten sehr kreativ auf sich aufmerksam. Stefanie Mosburger-Dalz vom Volksverein Mönchengladbach etwa war in eine Mülltonne geklettert und ließ sich von ihrem Kollegen Jürgen Morjan durch die Halle schieben. „Neben Malertätigkeiten und Transportdiensten bieten wir auch an, Reinigungsarbeiten zu übernehmen, deshalb die Tonne“, erklärten sie. Einen Partner für eine EDV-Schulung und einen Berater für die Büroorganisation hatte das Duo nach der Hälfte der anderthalbstündigen Handelszeit bereits gefunden. „Auf unserem Wunschzettel stehen beispielsweise noch ein Telefontraining und ein Marketingkonzept für die Holzprodukte unserer Schreinerei“, berichteten sie.

Begeistert vom Marktplatz war der Schirmherr, Oberbürgermeister Norbert Bude. „Hier gehen heute alle als Gewinner raus“, schwärmte er. Die „Kontaktbörse für gesellschaftliches Engagement“ sei großartig gelungen, viele Akteure aus dem unternehmerischen und sozialen Leben lernten sich hier zum ersten Mal kennen. „Das habe ich in den kühnsten Träumen nicht gedacht“, sagte Bude, „heute kann etwas beginnen.“ Er wünschte sich, dass der Marktplatz zu einer regelmäßigen Einrichtung wird.

Darüber denkt die Katholische Liga, der Zusammenschluss katholischer Verbände und Einrichtungen aus dem Sozial- und Bildungsbereich in der Region, nach – kein Wunder: „Das Experiment ist geglückt“, meinte Projektleiterin Tanja Kulig vom Freiwilligen Zentrum in Trägerschaft des Caritasverbandes. Frank Polixa kann sich eine Neuauflage in zwei Jahren vorstellen. Bis dahin dürften alle Vereinbarungen des 1. Mönchengladbacher Marktplatzes abgearbeitet sein.

Der Marktplatz im Internet: www.gladbach-gewinnt.de

Über die Katholische Liga:

In der 1997 gegründeten Katholischen Liga haben sich die Verbände und Einrichtungen in der Region zusammengeschlossen, die im Sozial- und Bildungsbereich tätig sind. Aktuell sind folgende Institutionen Mitglieder der Liga: Büro der Regionaldekane für die Regionen Mönchengladbach und Heinsberg, Caritasverband für die Region Mönchengladbach Rheydt e.V., Familienbildungsstätte Mönchengladbach gGmbH, Katholisches Beratungszentrum, Katholisches Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg, Sozialdienst katholischer Frauen Mönchengladbach e.V., SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste Rheydt e.V., Verein Wohlfahrt e.V. und Volksverein Mönchengladbach gGmbH. Ziele der Liga sind der Informationsaustausch zu fachlichen und politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit den jeweiligen Arbeitsfeldern, die Information und Abstimmung bei Veränderungen der eigenen Arbeitsbereiche sowie die Durchführung gemeinsamer Aktionen.

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