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12.05.2021

Internationaler Tag der Pflege

Nach Auffassung des Aachener Diözesancaritasdirektors Stephan Jentgens muss unter dem Eindruck der Corona-Pandemie vom Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2021 „das klare Signal ausgehen, dass Pflege wertgeschätzt und angemessen vergütet wird“.


„Politik und Gesellschaft müssen die Einsatzbereitschaft der Pflegekräfte auch über die Corona-Pandemie hinaus angemessen unterstützen“, heißt es in einem am Dienstag (11. Mai 2021) in Aachen veröffentlichten Statement des Diözesancaritasdirektors. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bei allen Unwägbarkeiten, die eine Pandemie mit sich bringt, nicht so durch die bisherige Krisenzeit gekommen wären, wenn die Pflegekräfte in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege und auch in den Krankenhäusern nicht so verantwortungsvoll und besonnen gehandelt hätten“, so Jentgens weiter. Für diese Frauen und Männer zu klatschen sei das eine. Viel wichtiger sei aber, den Pflegekräften auf Dauer die Wertschätzung der Gesellschaft zu zeigen: durch eine angemessene Bezahlung. „Dazu muss die Politik nun die Weichen stellen und gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden dafür werben, dass die Gesellschaft diesen Weg mitgeht.“


Wer einen umfassenden Blick auf Menschen habe wie Pflegekräfte, müsse nun auch erkennen können, dass sich der Blick auf die Pflegeberufe nun nachhaltig verändert. Das müsse sich in zweifacher Hinsicht zeigen: „Erstens: Pflegeanbieter müssen auf gesetzlicher Grundlage dazu gebracht werden, angemessen zu bezahlen. Wer sich als Pflegeanbieter an keine Regeln für eine angemessene Bezahlung hält, darf auch kein Geld aus der solidarisch finanzierten Pflegeversicherung bekommen. Zweitens: Wir brauchen ein positiveres Bild zur Pflege. In diesem Feld arbeiten Menschen, die durch ihr Tun Menschen Perspektiven eröffnen, Krankheitsverläufe bessern und schließlich Teilhabe ermöglichen.“ Die Gesellschaft müsse bereit sein, diesen Dienst an den alten und kranken Menschen angemessen zu unterstützen. „Für die Pflege mehr Gelder zu investieren, darf kein Tabu, sondern sollte eine solidarische Verpflichtung sein“, so Jentgens. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssten sich wesentlich verbessern, um dringend benötigte neue Pflegekräfte gewinnen zu können. Zudem müssten schnellstmöglich neue Grundlagen für einen angemessenen qualitativen und quantitativen Personaleinsatz eingeführt werden.


Nach seiner Auffassung habe es sich als Irrweg erwiesen, in einem Feld wie der Pflege, das ohne das persönliche Engagement von Menschen nicht auskomme, aus Kostengründen auf Personaleinsparung zu setzen. Die erste Rücksicht müsse den auf Pflege angewiesenen Menschen und denjenigen gelten, die diese Pflege tagtäglich leisten. Die erste Rücksicht dürfe nicht einseitig auf stabile Pflegeversicherungsbeiträge genommen werden.

 

 

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