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24.05.2019

Für Lebensqualität bis zum Lebensende

Sie werden Zeit schenken, „da sein“, zuhören und unterstützen: Der Hospizdienst des Caritasverbandes Region Mönchengladbach freut sich über 15 neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Begleitung Schwerstkranker, Sterbender und deren Angehöriger. Sie wurden in einem mehrmonatigen Qualifizierungskurs auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Zum Abschluss erhielten sie im Rahmen einer Feierstunde nun ihre Zertifikate, die sie als geschulte Begleiter ausweisen.

Es war bereits der neunte Qualifizierungskurs, mit dem der Caritasverband Region Mönchengladbach ehrenamtlich engagierte Menschen dabei unterstützt, professionelle Hilfestellung beim Abschied vom Leben geben zu können. Im Verlauf von 100 Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung haben sie sich für die seelische Verfassung Sterbender sensibilisiert, ethische und rechtliche Aspekte kennengelernt, über Nähe und Distanz gesprochen und dabei auch an Selbsterfahrung gewonnen.

Irmtrud Buffen koordiniert den Hospizdienst. Sie weiß: Nur wer für sich selbst sorgen kann, hat die Kraft und verkraftet es, in solch anspruchsvollen Situationen Anteilnahme zu zeigen und Beistand zu leisten. „Der Reichtum, den Sie in sich tragen“, nannte es Georg Bronheim, Leiter des Caritas-Pflegedienstes, bei seinem Dank an die Teilnehmer in der Geschäftsstelle an der Albertusstraße.

Ehrenamtliche_Hozpizbegleiter_Caritas_MG

Als Abschluss ihres Qualifizierungskurses erhielten die neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiter des Caritasverbandes von Koordinatorin Irmtrud Buffen (5.v.r.) und Georg Bronheim (3.v.l.) offizielle Zertifikate.
Foto: Caritasverband
 

Die 15 neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiter, elf Frauen und vier Männer, haben die unterschiedlichsten Beweggründe zusammengeführt. Der älteste unter ihnen, Karl-Josef Pfeiffer, empfand den Qualifizierungskurs selbst als Bereicherung. Er sei tief berührt vom Zusammenhalt, vom Vertrauensverhältnis und von den vielen positiven Erfahrungen in der Gruppe, sagte der 72-Jährige am Rande der Feierstunde. Papst Franziskus‘ Streben, an die Ränder zu gehen, habe seine Motivation begründet, sich denjenigen am Rand des Lebens zu widmen: „Ich möchte dabei helfen, Trost zu spenden und den Schmerz beim Abschied, der sich medizinisch nicht lindern lässt, auszuhalten. In dieser Situation sollte sich keiner alleingelassen fühlen.“

Sabine Sieben wünscht sich, mehr Zeit für die Bedürfnisse Schwerstkranker und ihrer Angehörigen zu haben. Die 45-Jährige arbeitet seit ihrem 17. Lebensjahr als Krankenschwester und empfindet den zunehmenden Zeitdruck in ihrem Beruf als Verlust. „Da ich an den Arbeitsbedingungen nichts ändern kann, habe ich mich für zusätzliche ehrenamtliche Begleitung entschieden. Bei diesen Einsätzen bin ich frei von Verpflichtungen und kann meine volle Aufmerksamkeit anbieten.“

Mit den frisch zertifizierten sind inzwischen 50 ehrenamtliche Hospizbegleiter beim Caritasverband Region Mönchengladbach im Einsatz, und das sowohl beim ambulanten Caritas-Palliativpflegedienst als auch in den stationären Caritaszentren Holt, Neuwerk, Rheydt und Giesenkirchen.

Info:

Voraussichtlich ab Herbst 2019 bietet der Caritasverband Region Mönchengladbach e.V. einen weiteren Qualifizierungskurs für angehende ehrenamtliche Hospizbegleiter an. Wer sich dafür interessiert, setzt sich mit der Koordinatorin Irmtrud Buffen unter Tel. 02161 8102-0 oder per E-Mail an palliativdienst@caritas-mg.de in Verbindung. Informationen gibt es auch im Internet: caritas-mg.de

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